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Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 14. Juni 2009, 12:19 
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UEFA Cup Platz
UEFA Cup Platz

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Deutschland bewirbt sich um die Austragung des prestigeträchtigen Ryder Cups 2018. "SPONSORS"-Autor Tobias Kuske erklärt, welche Voraussetzungen für ein erfolgreiches Unterfangen erfüllt werden müssen - und was Altgolfer Bernhard Langer damit zu tun hat.

Mit einer unglaublichen Mehrheit von über 96 Prozent sprachen sich die Mitglieder des Deutschen Golf Verbandes (DGV) dafür aus: Der Ryder Cup soll 2018 auf deutschem Grün ausgetragen werden. Das wäre eine Sensation, denn damit fände der weltweit bekannteste Golf-Wettbewerb erst zum zweiten Mal in seiner dann über 100-jährigen Geschichte auf dem europäischen Festland statt.

Ryder Cup: Das ruhmreiche Turnier soll 2018 in Deutschland stattfinden
Vom medialen Wert her ist es eine der bedeutendsten Sportveranstaltungen der Welt. Den Ryder Cup 2006 in Irland verfolgten in rund 180 Ländern über 495 Millionen Menschen an den Fernsehern. Kein Wunder also, dass bei den Vertreter des DGV zurzeit kaum etwas anderes im Kopf rumspukt als die Frage: "Wie schaffen wir es, dass Deutschland den Zuschlag durch die Ryder Cup Europe Ltd. erhält?" Und auch überrascht es weniger, dass der finanziell gut dastehende DGV, ohne mit der Wimper zu zucken, einen großen Brocken der veranschlagten Bewerbungskosten in Höhe von 1,2 bis 3 Millionen Euro übernimmt.

Mit Geld allein kann sich Deutschland aber nicht gegen die starken Mitbewerber aus Schweden, Spanien, Portugal, den Niederlanden und Frankreich durchsetzen, das wissen auch die Verbands-Oberen. Und so gründete der DGV bereits im Oktober 2008 flugs die Ryder Cup Deutschland GmbH (RCD), deren Mitarbeiter seitdem rund um die Uhr an der deutschen Bewerbung feilen. RCD-Mitgesellschafter sind die PGA of Germany und die Langer Golf GmbH der deutschen Golf-Legende Bernhard Langer und dessen Bruder Erwin.

Erste Tat der RCD: das Logo "Emotions Made in Germany". Aber weitaus mehr will man mit dem Zugpferd und Gewinner des Ryder Cups 2004 Bernhard Langer selbst punkten - bei den Entscheidern der Ryder Cup Europe Ltd. und bei möglichen Sponsoren, die helfen sollen, die Kosten für die Bewerbung zu schultern. Die Macher seien zurzeit noch auf der Suche nach und in Gesprächen mit potenziellen Interessenten, die als Partner der deutschen Bewerber auftreten möchten, sagte der RCD-Geschäftsführer Florian Bruhns SPONSORS. Mit der Vereinigung clubfreier Golfspieler (VcG) sei man kurz vor der Einigung.

Insgesamt wolle man bis zu fünf Partner und eine Gruppe an Förderern gewinnen. Über die veranschlagten Preise der möglichen Sponsorships schweigt sich Bruhns indes aus. Aber wo genau werden die besten Golfer des amerikanischen gegen die des europäischen Kontinents antreten? Gleich sechs Bewerber rangeln hierzulande um die Austragung. Darunter die bereits bestehenden Plätze A-Rosa Scharmützelsee in Bad Saarow bei Berlin, GreenEagle bei Winsen an der Luhe, Gut Kaden in Hamburg und Golf Valley in Holzkirchen bei München.
Darüber hinaus gingen Bewerbungen zweier Betreibergesellschaften ein, die neue Anlagen planen. Diese sind: Domäne Beberbeck Besitzgesellschaft in Kassel und der Wittelsbacher Ausgleichfonds, derzeit Betreiber des Wittelsbacher GC Rohrenfeld in Neuburg bei Ingolstadt. Damit alles ganz objektiv zugeht, will die RCD nicht allein den Sieger küren, sondern holt sich Rat bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, die wiederum extra ihre Golfspezialisten aus Ungarn auf das innerdeutsche Bewerbungsprozedere ansetzen.

Kundige Fachleute braucht es auch, um den besten aus den sechs Bewerbern rauszufiltern. Wer kaum öffentliche Verkehrsmittel, nicht genügend Parkplätze und kein Hotel mit mindestens 150 Zimmern möglichst unmittelbar am Golfplatz zu bieten hat, kann die Bagger für den Ausbau seiner Golfplätze wieder nach Hause schicken. Denn klar ist: Alle Bewerber müssen noch an ihren Plätzen werkeln, da für solch ein Weltklasse-Golfturnier bis dato kein einziger Platz in Deutschland die Kriterien in puncto Länge und Zuschauerfassungsvermögen erfüllt - mit immerhin 300 000 Zuschauern vor Ort wird während des Ryder Cups gerechnet.

Mit der Domäne Beberbeck Besitzgesellschaft in Kassel und dem Wittelsbacher Ausgleichfonds wollen daher gleich zwei der sechs Bewerber in die Vollen gehen und komplett neu bauen. Dass sich beim Baggern keiner verhebt, darauf achten die RCD und KPMG: "Die Finanzierung darf nicht auf wackeligen Füßen stehen", betont Bruhns. Die einzelnen Bewerberplätze müssen also genügend finanzielle Sicherheiten nachweisen können.

Wichtig sei zudem auch, dass die bundesdeutsche und jeweilige regionale Politik mit in die Planungen der Bewerberplätze einbezogen werden. Denn ohne die notwendige Infrastruktur sei so eine Großveranstaltung schier unmöglich, so der RCD-Geschäftsführer weiter - und die Infrastruktur wie die Anbindung zu einer Autobahn oder einem Bahnhof sei nun mal wie der öffentliche Nahverkehr eine Sache der Behörden. Daher gilt für die Mitarbeiter der RCD in der nächsten Zeit nicht nur Unterstützer bei solventen Unternehmen zu finden, sondern auch dem ein oder anderen Politiker den folgenden Gedanken einzupflanzen: "Der Ryder Cup 2018 muss nach Deutschland."

Ende Juni, Anfang Juli ist es dann so weit: Dann will die RCD eine Entscheidung treffen, welcher der deutschen Bewerberplätze die besten Chancen besitzt, den Ryder Cup 2018 nach Deutschland zu holen.


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Verfasst: Sonntag 14. Juni 2009, 12:19 




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